Mahnen und Gedenken

mahnundgedenk

Memento mori – Gedenke, dass du sterblich bist! Dieses Motto bewegt Christen seit dem Mittelalter dazu, sich die Endlichkeit des eigenen Lebens bewusst zu machen. In der Vormoderne war das Risiko freilich viel höher als heute, durch Krankheit, Hunger, Katastrophen oder Gewalt auch in jungen Jahren das Leben zu verlieren. Kein Wunder vielleicht, dass es diesen Sonntag (9.10.2016) Motorradfahrer sind, die sich nach einer Mahn- und Gedenkfahrt im Berliner Dom versammeln. Wenn ein Berliner oder Brandenburger heute noch die Angst kennt, plötzlich und ohne Vorwarnung aus dem Leben gerissen zu werden, dann wohl ein Biker. 30 Namen werden im Gottesdienst verlesen. 30 Kerzen werden entzündet. Sie stehen für 30 Berliner und Brandenburger, die das Ende der letzten Saison nicht mehr erlebt haben. Der Tod eines nahen Freundes oder selbst eines Unbekannten, der keine zwanzig, keine dreißig oder vierzig Jahre alt geworden ist, lässt niemanden ungerührt. Es geht nicht darum, den Zündschlüssel an den Nagel zu hängen – aber doch um einen neuen, klareren Blick auf das Leben, das vor uns liegt.

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