Video+Verkündigung

Der Film ist für mich eine der faszinierensten Kunstformen. Er vereint nicht nur Bild und Bewegung, sondern auch Dramatik, Musik, Schauspiel und viele andere Arten des künstlerischen Ausdrucks. Die erzählerische Kraft des Films kann den Zuschauer fesseln und ergreifen, ermutigen und verunsichern, sich selbst in Frage stellen und neue Perspektiven einnehmen lassen. Es liegt daher nahe, Filmmaterial auch für katechetische Zwecke einzusetzen – aber welches und auf welche Weise? Dazu mache ich drei Behauptungen.

1. Es zu wenig, einen Film einfach nur für sich sprechen zu lassen. Um geistlich wirksam zu werden, braucht er einen hermeneutischen Schlüssel. Wer sich an den schulischen Religionsunterricht nur noch erinnern kann als zwei Stunden in der Woche, wo aus unbekanntem Grund der Fernseher lief, kann das vielleicht bestätigen.

2. Ausgesprochene Sachfilme haben gewiss ihren eigenen Wert, wenn es darum geht, etwas eins zu eins zu erklären. Aber es sind Spielfilme und  Serien, die das Potenzial haben, uns existenziell zu berühren. Ob eine Geschichte auf tatsächlichen Ereignissen beruht, ist dabei zweitrangig.

3. Filme und Serien mit biblischen oder eindeutig christlichen Protagonisten sind wertvoll für eine direkte Auseinandersetzung mit dem Glauben der dargestellten Personen. Aber sogar Filme ohne direkten Bezug zu Gott oder Religion haben einen großen katechetischen Wert, wenn sie sich um menschliche Konflikte, Werte und Grundfragen drehen.

Deshalb schaue ich mir immer wieder spannende und unterhaltsame Produktionen auch daraufhin an, wie sie sich evtl. für Vorträge, Exerzitien, Sakramentenkurse u.ä. einsetzen lassen. Darunter auch

Le Gouffre

Spotlight

Calvary – Am Sonntag bist du tot

Lasko – die Faust Gottes

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